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Übungsparcour des Stapler-Ausbildungszentrums in Wangen

Unsere Staplermodelle im Überblick

Hast du dich auch schon gefragt, welche Staplermodelle es gibt und wo der Unterschied liegt? Dann bist du auf dieser Seite genau richtig. Wir erklären dir die verschiedenen Staplermodelle, die wir bei uns im Stapler-Ausbildungszentrum in Wangen im Einsatz haben. 

Stapler der Kategorie R

Zur Kategorie R gehören Stapler, auch Flurförderzeuge genannt, die mit Fahrersitz oder Fahrerstand ausgerüstet sind und Lasten über Kopf heben können. Oder Gefährte, bei denen der Bediener oder die Bedienerin mit dem Bedienstand in grosser Höhe, über fünf Meter, fährt.

Stapler der Kategorie R unterscheiden sich je nach Einsatzgebiet und Lasten, die befördert werden sollen.

Kategorie R1

Beim Stapler der Kategorie R1, auch Gegengewichtsstapler genannt, sorgt ein Gewicht für die nötige Stabilität für den Transport von schweren Waren.

Piktogramm Gegengewichtsstapler, Kategorie R1

Kategorie R2

Beim Stapler der Kategorie R2, auch Quersitz-, Hochregal- und Vierwegstapler genannt, befindet sich der Lenkende in seitlicher Position zur transportierten Ware.

Piktogramm Quersitz-, Hochregal- und Vierwegestapler, Kategorie R2

Anforderungen an Staplerfahrerinnen und Staplerfahrer der Kategorie R

Da mit Flurförderzeugen der Kategorie R Gefahren geborgen werden, stellt der Betrieb mit dieser Staplerart höhere Ansprüche an die Fahrerinnen und Fahrer und deren Ausbildung:

  • Die Lenkerin und der Lenker muss mind. 18 Jahre alt sein. Für Auszubildende ab 15 Jahren sind Ausnahmen möglich, sofern dies in der jeweiligen Bildungsverordnung und Bildungsplan vorgesehen ist (Art. 4 Abs. 4 ArGV 5).

  • Die Ausbildung muss durch eine Ausbildnerin oder einen Ausbildner des eigenen Betriebs oder durch ein Ausbildungszentrum erfolgen.

  • Die Zusatzinstruktion am Arbeitsplatz hat durch eine Fachperson des eigenen Betriebs oder durch eine Ausbildende oder einen Ausbildner eines Ausbildungszentrums zu erfolgen.

  • Staplerfahrerinnen und -fahrer müssen belegen können, dass sie ausreichend ausgebildet und instruiert worden sind. Bei der Kategorie R muss eine Ausbildungsbestätigung sowie einen Instruktionsnachweis erbracht werden.

  • Der Arbeitgeber darf Arbeiten mit besonderen Gefahren nur Arbeitnehmenden übertragen, die dafür entsprechend ausgebildet sind. Wird eine gefährliche Arbeit eines Arbeitnehmenden alleine ausgeführt, so muss der Arbeitgeber diese überwachen lassen (VUV Art. 8). 

Stapler der Kategorie S

Stapler der Kategorie S sind Vehikel ohne besondere Gefahren. Dabei unterscheiden wir zwischen motorisch angetriebenen Flurförderzeugen ohne Fahrersitz und Typen mit Fahrersitz, die Waren nur horizontal verschieben. 

Kategorie S2

Hubwagen wie der Deichselstapler haben keinen Fahrersitz und dienen dazu, Waren horizontal zu transportieren.

Piktogramm Hubwagen bzw. ein Deichselgerät, Kategorie S2

Anforderungen an Staplerfahrerinnen und Staplerfahrer der Kategorie S

Stapler der Kategorie S, zum Beispiel Hubwagen und Deichselgeräte, sind Flurförderzeuge ohne besondere Gefahren und  stellen weniger hohe Anforderungen an die Lenkenden, als die Modelle der Kategorie R. Es genügt, wenn die Bedienenden eine Instruktion durch eine speziell bezeichnete Fachperson erhalten. Die folgenden Massnahmen sind für den sicheren Einsatz von Staplern der Kategorie S notwendig:

  • Die Lenkerin und der Lenker muss mind. 15 Jahre alt sein. 

  • Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden und sensibilisieren Sie diese für einen sicheren Einsatz der Gefährte.

  • Instruieren Sie die Lenkenden der Stapler Kategorie S durch eine speziell bezeichnete Fachperson und halten Sie diese schriftlich fest.

  • Auch mit diesen Staplern können Unfälle geschehen. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeitenden sich nicht überschätzen und die Risiken nicht unterschätzen.

Hubarbeitsbühne

Hubarbeitsbühnen bieten einen sicheren Zugang für zeitlich begrenzte Höhenarbeit. Die Bedienung dieses Fahrzeugtyps stellt hohe Ansprüche an die Fahrerin und den Fahrer. 

Kategorie 1a

Statisch Vertikal, Scherenhebebühne mit Abstützung

Statische, im ausgefahrenen Zustand nicht verfahrbare Hebebühnen. Beim Arbeiten wird der Arbeitskorb nicht über den Schwerpunkt der Maschine gefahren.

Piktogramm Hubarbeitsbühne, Kategorie 1a

Kategorie 1b

1b: Statisch Boom, z. B. Selbstfahrer 3.5 t

Statische, im ausgefahrenen Zustand nicht verfahrbare Hebebühnen. Beim Arbeiten wird der Arbeitskorb auch über den Schwerpunkt der Maschine gefahren.

Piktogramm Hubarbeitsbühne, Kategorie 1b

Kategorie 3a

3a: Mobil Vertikal, z. B. Scherenhebebühnen ohne Abstützung

Mobile, im ausgefahrenen Zustand verfahrbare Hebebühnen. Beim Arbeiten wird der Arbeitskorb nicht über den Schwerpunkt der Maschine gefahren.

Piktogramm Hubarbeitsbühne, Kategorie 3a

Kategorie 3b

3b: Mobil Boom,  z. B. Selbstfahrer 3.5 t ohne Abstützung

Mobile, im ausgefahrenen Zustand verfahrbare Hebebühnen. Beim Arbeiten wird der Arbeitskorb auch über den Schwerpunkt der Maschine gefahren.

Piktogramm Hubarbeitsbühne, Kategorie 3b

Anforderungen an Fahrerinnen und Fahrer von Hubarbeitsbühnen

Hubarbeitsbühnen erfordern einige Voraussetzungen für einen sicheren Betrieb:

  • Die Lenkerin und der Lenker müssen mind. 18 Jahre alt sein. Ausgenommen sind Lernende in Berufsausbildung mit definierter Ausnahme in der betreffenden Bildungsverordnung.

  • Zudem haben die Bedienerin und der Bediener Verständnis für technische sowie physikalische Zusammenhänge und handeln zuverlässig, verantwortungsbewusst und umsichtig.

  • Die Fahrerin und der Fahrer sehen und hören gut, sind beweglich genug, um sich auf dem Stapler umzudrehen und zurückzuschauen und können bei Bedarf schnell reagieren.  

  • Die Voraussetzung für die Teilnahme am Kurs ist das Beherrschen der deutschen Sprache. Fremdsprachige Teilnehmer haben einen Nachweis von mindestens A2.

Weitere hilfreiche Informationen kannst du auf der Suva Website nachlesen:

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